Von Teamkollegen zu Gegnern – Stanley-Cup-Sieger treffen sich auf dem Schlachtfeld
Bei der Stanley-Cup-Parade im letzten Jahr feierten Steven Lorenz, Oliver Ekman-Larsson und Anthony Stolarz Seite an Seite mit ihren Panthers-Teamkollegen, doch nun tragen sie Toronto Maple Leafs Trikots und bereiten sich auf das Duell gegen ihr ehemaliges Team in der zweiten Playoff-Runde vor. In nur einem Jahr sind aus ehemaligen Mitstreitern Feinde geworden, die es zu besiegen gilt.
Im vergangenen Sommer feierten sie auch mit Matthew Tkachuk und Sam Bennett, doch nun kämpfen sie auf dem Eis. „Wir haben gemeinsam den Pokal in die Höhe gehoben, Champagner getrunken, und am nächsten Tag wurde ich Free Agent.“ Lorenz' Emotionen offenbarten die Grausamkeit und den Charme des Profisports. Auf die Frage, ob er seinen ehemaligen Teamkollegen in Florida Panthers Trikots Gnade erweisen würde, lächelte er und antwortete: „Sam (Bennett) will mir bestimmt den Kopf wegblasen, und ich auch.“ Dieser Widerspruch zwischen „Gegnern auf dem Platz und Freunden abseits des Platzes“ ist die bewegendste Geschichte der Playoffs.
Maple-Leafs-Trainer Berube nutzte die Insider-Informationen der drei voll aus, um den Taktik-Code der Panthers zu knacken. Auch die Panthers waren nicht untätig – Matthew Tkachuk lernte sogar von seinem Bruder Brady, der gerade von den Maple Leafs ausgeschieden war, wie man die Toronto-Spieler reizt. Der Konkurrenzkampf zwischen den beiden Mannschaften hatte bereits vor dem Spiel begonnen. Es ist nicht nur ein technischer Wettkampf, sondern auch ein psychologisches und informationelles Spiel. Schließlich gibt es auf der Eisbahn, wo es um Ruhm und Ehre geht, keine ewigen Freunde, sondern nur ewigen Wettbewerb.










